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Angeln und  Jagen

 FischerprĂŒfung - Online

  

 

Stand: 16 Oktober, 2019

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Kormoran, Haubentaucher und Co.

Dissertation Dr. Zimmermann

 

- Ausgangssituation S.1/3
- Ausgangssituation S.2/3
- Ausgangssituation S.3/3
- Hecht Verletzungen
- Fangstatistik Schleie
- Jahresbedarf
- Nahrungsspektrum
- Zusammenfassung
- Literaturverzeichnis

AuszĂŒge aus:

Untersuchungen der FischbestÀnde in der
Fußacher Bucht
© Mag. Dr. K. Zimmermann

Seit Ende der 80er Jahre erhitzt das Kormoranproblem auch in Vorarlberg die GemĂŒter. Zu dieser Zeit frequentierten bis zu 1500 Kormorane einen Schlafplatz in der Fußacher Bucht (Bodensee)

Ausgangssituation Seite 1 von 3

Seit Ende der 80er Jahre erhitzt das Kormoranproblem auch in Vorarlberg die GemĂŒter. Zu dieser Zeit frequentierten bis zu 1500 Kormorane einen Schlafplatz in der Fußacher Bucht (Bodensee). Klagen der Berufsfischer und Angler ĂŒber eigene ErtragsrĂŒckgĂ€nge wurden laut, auch von ökologischer GefĂ€hrdung einzelner FischbestĂ€nde wurde gesprochen. Als Reaktion darauf wurde bereits damals die " Arbeitsgruppe Kormoran " des Landes Vorarlberg ins Leben gerufen. Zu einer wissenschaftlichen Analyse des Einflusses fischfressender Vögel auf die FischbestĂ€nde im Rheindelta (Bodensee) kam es allerdings erst im Jahr 1997, zu einem Zeitpunkt mit wesentlich geringerer KormoranprĂ€senz im Untersuchungsgebiet. FĂŒr dieses Gutachten (ZIMMERMANN 2002a) wurden nicht nur die BestĂ€nde der Kormorane (Phalacrocorax carbo sinensis), sondern auch die der Graureiher (Mergus merganser) und Haubentaucher (Podiceps cristatus) erhoben und hinsichtlich ihres Einflusses auf die Fischfauna in der Fußacher Bucht und im gesamten österreichischen Anteils des Bodensees analysiert. Die Untersuchungen fĂŒr die genannte Auftragstudie bilden die Basis fĂŒr die vorliegende Dissertation.

Kormorane werden seit jeher als Konkurrenten des Menschen angesehen, daher wurden sie schon in frĂŒheren Zeiten massiv bejagt. Ihre BestĂ€nde in Europa wurden beginnend vor etwa 100 Jahren so stark dezimiert, dass sie unter Schutz gestellt werden mussten. Dies fĂŒhrte zu Beginn der 80er Jahren dazu, dass sich die BestĂ€nde explosionsartig ausbreiteten und vielerorts fischereiökonomische oder gar Fischökologische SchĂ€den beklagt wurden (ULMER 2000). Ähnliche Regulationsmechanismen haben auch die Situation der anderen genannten fischfressenden Vogelarten verĂ€ndert. Die Kenntnis der Bestandentwicklung dieser FischprĂ€datoren in ganz Europa ist eine wichtige Voraussetzung fĂŒr eine realistische EinschĂ€tzung der TeilebestĂ€nde im Bereich des österreichischen Bodensees. Daher wird die aktuelle Situation der europĂ€ischen BestĂ€nde dieser Vögel vorab kurz erörtert.

FĂŒr die Bewertung des PrĂ€dationsdrucks durch fischfressende Vögel ist vor allem ein Wissen ĂŒber deren Fressverhalten wichtig. Aus diesem Grund werden weiters einige Fakten zum Fischbedarf, zum Fressverhalten und zu NahrungsprĂ€ferenzen der Kormorane dargestellt. Da der Einfluss der Kormorane auf die Fischfauna seit den 80er Jahren europaweit diskutiert wird, gibt es eine Vielzahl von Studien zum Wanderverhalten verhalten und zur Nahrungsökologie dieser Vögel. Beispiele dafĂŒr sind DIRKSEN et al. (1995) , KELLER (1995), LINDELL et al. (1995), RUSSEL et al. (1996), RUTSCHKE (1998), VAN EERDEN & GREGERSEN (1995). Eine Übersicht ĂŒber kleinrĂ€umige Abwehrmaßnahmen gegen Kormorane findet sich bei KELLER (1996). VorschlĂ€ge fĂŒr ein großrĂ€umiges, europĂ€isches Kormoranmanagement kommen unter anderem von VELTKAMP (1996).

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